Arthur Schnierer

Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

* 1913    † 1945

 

Lebenslauf

Arthur Schnierer wurde am 16.6.1913 in Wien geboren. 1931 schloss er sich der KPÖ an. Nach 1934 war er im technischen Apparat der KPÖ. 1938 ging er nach Belgien und war dort in der "Roten Hilfe" aktiv. 1939 wurde er nach Frankreich deportiert und war 2 Jahre im Lager Gurs inhaftiert. 1942 agierte er als Instruktor der KPÖ im französischen Widerstand an der Kanalküste. Arthur Schnierer war an der Gründung von österreichischen Soldatenkomitees beteiligt. 1944 kehrte er als Leiter einer Dreiergruppe mit Partisanenauftrag als Fremdarbeiter getarnt von Belgien nach Wien zurück.

KZ Auschwitz und Buchenwald, Tod in Folge der Haft

Am 4. 7. 1944 wurde Arthur Schnierer in das KZ Auschwitz, dann ins KZ Buchenwald deportiert. Er verstarb an den Haftfolgen in Klosterneuburg.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

Ursprünglich begraben in der Gruppe 23B-3-131; von dort Anfang der 1960er-Jahre exhumiert in die Gruppe 40.

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Porträtbild: Willi Weinert oder Wiener Stern Verlag
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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